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Das 6. Deutsch-Japanische Wirtschaftsforum, 2012:
„Grüne“ Städte von morgen – Japan und Deutschland diskutieren Lösungen für Mobilität und Energieversorgung in urbanen Ballungsräumen


Über zwei Drittel des Energieverbrauchs gehen auf das Konto von Städten. Wie können urbane Ballungsgebiete in Zukunft klimafreundlicher werden? Deutsche und japanische Experten diskutierten auf der H
annover Messe Konzepte für umweltfreundliche Mobilität und Energieversorgung in den Metropolen von morgen.


Fast 140 Teilnehmer verfolgten in diesem Jahr die Beiträge des 6. Deutsch-Japanischen Wirtschaftsforums am 25. April 2012 auf der Hannover Messe.

Unter dem Schlagwort „Metropolitan Solutions“ standen Erfahrungsberichte aus Modellprojekten im Bereich „smart community“ und „clean mobility“ auf dem Programm

Den umfassenden Ansatz von Toyota stellte Hiroshi Okajima (Toyota Motor Corp.) anhand des laufenden Modellprojektes in Toyota City vor. Neben der Integration erneuerbarer Energien und Elektrofahrzeugen spielen hier auch die „intelligenten“ Gebäude (Stichwort: Home Energy Management System) eine große Rolle.

Im „Jahrhundert des Teilens“ haben Car Sharing-Angebote wie „car2go“ der Daimler AG eine große Zukunft, so die Überzeugung von Rainer Becker (car2go GmbH). Bis jetzt gibt es das Angebot für situationsbezogene, flexible Mobilität in 12 Städten weltweit – vor einem Versuch in Japan müsste geklärt werden, wie die Verbraucher hier das Konzept annehmen würden.

Seiichi Fukui (Mitsubishi Corp.) stellte das Projekt „ZEM2ALL“ (Zero Emission Mobility to All) in Malaga/Spanien vor. Hier ist unter anderem eine Kooperation mit dem örtlichen Energieversorger endesa sowie der Telekommunikationsgesellschaft Telefonica geplant.

Nach Überzeugung von Dr. Alexander Rieck (Fraunhofer Gesellschaft) stellt sich die Stadt heute als ein Haufen ungeordneter Spagetti dar, in dem verschiedene Experten (Verkehr, Energie, Wohnen, IKT etc) ihre eigenen Konzepte verfolgen. Entscheidend ist, diese verschiedenen Stränge zusammenzuführen und dabei noch die Bedürfnisse der Bürger im Blick zu behalten. Diesen integrierenden und übergreifenden Ansatz verfolgt das Projekt „Morgenstadt“ der Fraunhofer-Gesellschaft.

Wie komplex die verschiedenen Aspekte einer „smart community“ sind, zeigte abermals der Vortrag von Shoji Takenaka (Toshiba Corp.). Wertvoll sind hier die Erfahrungen und Erkenntnisse aus konkreten Projekten wie dem „Yokohama Smart City Project“.

In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass technische Lösungen für viele Problemfelder der Städte von morgen – grüne Energie, sauberer Verkehr, energiesparendes Wohnen – vorhanden sind. Im Mittelpunkt aber – so waren sich die Referenten einig – müsse der Mensch und seine Bedürfnisse stehen. Derzeit sei oft das „Menu für die Experten gemacht, nicht für diejenigen, die es essen sollen“, so Dr. Rieck.

„Die Technik ist für den Menschen gemacht“, betonte Shoji Takenaka. Die Wiederbelebung des sozialen Zusammenhalts sei auch ein Ziel der „smart communities“. Auch die Häuser von morgen müssen nicht komplett andere sein: ein japanischer Holzständerbau kann auch energieeffizient sein, zeigte sich Hiroshi Okajima überzeugt.

Die Technologie müsse bei möglichen deutsch-japanischen Projekten auch nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen, so Seiichi Fukui. Hier sind beide Länder weltweit führend. Von den Konzepten, Ideen und Erfahrungen der jeweils anderen Seite könne man aber durchaus lernen, beispielsweise wenn es um das Thema Stadtplanung oder Energieeffizienz in Gebäuden geht.

Das 6. Deutsch-Japanische Wirtschaftsforum wurde von der Deutschen Messe AG und ECOS Japan Consult mit freundlicher Unterstützung von Toyota, Toshiba, Mitsubishi und JETRO Düsseldorf veranstaltet. Weitere Kooperationspartner waren das Bundeswirtschaftsministerium, der Bundesverband der Deutschen Industrie, der Deutsch-Japanische Wirtschaftskreis sowie das Land Niedersachsen.

Kontakt:

Johanna Schilling, Tel. 0541-9778-207, Email: jschilling(at)ecos-consult.com


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