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Einsatz eines Festbiomasse-Kessels in Otoineppu, Japan
im Rahmen des
dena-Renewable-Energy-Solutions-Programms


Nach dem Reaktorunfall in Fukushima 2011 werden erneuerbare Energien in Japan sowohl auf nationaler als auch auf kommunaler Ebene gefördert. Hier hat die Nutzung heimischer Ressourcen Priorität, wozu auch die japanische Forstwirtschaft – mithilfe deutscher Experten – modernisiert wurde. Auch auf anderen Ebenen entstehen für deutsche Unternehmen spannende Voraussetzungen, um sich an der Energiewende in Japan zu beteiligen. So verfügt beispielsweise die Firma Nolting über herausragendes technisches Know-How und hochwertige Anlagen. Zugleich ist für das mittelständische Unternehmen der Aufbau eines Vertriebsnetzes und einer Servicestruktur vor allem in der Anfangsphase mit hohen Investitionskosten und Risiken verbunden. Mithilfe der Unterstützung durch die „Renewable-Energy-Solution“ (RSE) der Deutschen Energie-Agentur (dena) wurde das Risiko für das Unternehmen beim Aufbau eines Festbiomasse-Kessels in Japan minimiert. Ein Vorhaben, das durch ECOS Consult koordiniert wurde.

Ziel war es, einen Wachstumsschub für die energetische Nutzung von Biomasse in Japan zu initiieren. Dafür wurde eine Demonstrationsanlage mit Leuchtturmcharakter als deutsch-japanisches Kooperationsprojekt errichtet. Begleitend wurden Maßnahmen für einen strategisch ausgerichteten und nachhaltig wirkenden Markteintritt eingesetzt. Dazu zählte die Erstellung von PR-Material in japanischer Sprache, durch die Informationen zur Nutzung von Biomasse nicht nur über Artikel und Interviews in den Medien, sondern auch in Veranstaltungen verbreitet wurden. Um den Einsatz von Biomasse dauerhaft zu verankern wurden zudem Vertriebs- und Servicepartner in das Projekt eingebunden.


Standort Otoineppu / Japan

Umgesetzt wurde es in Otioneppu. Es ist mit 860 Einwohnern das kleinste Dorf im Norden der Region Hokkaido – für die die Heizkesselanlage Modellcharakter hat. Diese ist mit einem Nolting-Kessel für Holzhackschnitzel (Typ LCS-RV 300/350; Leistung 350 kW) und Brennstofflagerung in einem eigenen Gebäude untergebracht. Die erforderliche jährliche Brennstoffmenge beträgt 516 Tonnen, die aus der Region angeliefert wird. Es wird jedoch geprüft, vor Ort eine Hackschnitzel-Fabrik zu errichten. Der Standort liegt soweit vom Siedlungsbereich entfernt, dass es keine Belästigungen durch Staub, Geruch oder Lärmbelästigungen gibt. Die anfallende Asche wird als Dünger für den Ackerbau in der Umgebung genutzt.


Der Holzbiomassekessel

Die errichtete Kesselanlage für Holzhackschnitzel (Typ LCS-RV 300/350; Leistung 350 kW) wird zur Beheizung des Amashiokawa-Onsen in Otoineppu genutzt. Sie dient während des ganzen Jahres zur zusätzlichen Aufheizung der heißen Quelle (Onsen) sowie während der Heizperiode als Gebäudeheizung.






Eine erste Schulung für Vertriebspartner und Servicetechniker wurde im Juni 2014 durchgeführt. Zudem präsentierte unser Projektpartner NERC die Anlage mithilfe von Broschüren und eines Katalogs bei Seminaren in Nordjapan. Offiziell in Betrieb genommen wurde die Anlage mit einem Seminar zum Thema „Nutzung von Holzbiomasse in Deutschland und Japan“ vor regionalen Vertretern und Experten am 31. Oktober 2014 in Sapporo.


Flow Chart





Das dena-RES-Programm
Realisiert wurde das Projekt mithilfe des dena-Renewable-Energy-Solutions-Programms, das von der Deutschen Energie-Agentur initiiert wurde und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) durch die „Exportinitiative Erneuerbare Energien“ gefördert wird. Mit diesem Programm unterstützt die dena Unternehmen aus der Branche der Erneuerbaren Energien bei der Erschließung von Märkten. Dafür wird Energietechnik an attraktiven Zielmärkten öffentlichkeitswirksam installiert und durch PR- und Marketing-Aktivitäten sowie Schulungen begleitet. Solche vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in der „Exportinitiative Erneuerbare Energien“ geförderten „Leuchtturmprojekte“ haben zum Ziel, die Qualität deutscher Produkte im Bereich erneuerbare Energien zu demonstrieren. Zudem soll Unternehmen ein nachhaltiger Einstieg in neue Märkte erleichtert werden.



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